Interview mit André Lüthi – CEO von Globetrotter

Interview mit André Lüthi – CEO von Globetrotter

„Ich hätte den höchsten Vulkan von Ozeanien mit dem Velo bestiegen.“

Sind aufgrund der Corona Situation deine Sommerpläne ins Wasser gefallen?  Das MyCamper Team hat dies bei  André Lüthi, dem CEO vom Reiseunternehmen Globetrotter, nachgefragt. Welche Reiseerlebnisse ihm bis heute geblieben sind, wo er campen geht und weshalb er mit einem Fahrrad auf dem Rücken wandert – das erfährst du in diesem Blogartikel.

5 kurze Entscheidungsfragen an André Lüthi

Luxushotel oder Campingplatz?

Weder noch! Sondern Wildcampen.

 

Stadt oder Land?

Land!

 

Süden oder Norden?

Norden.

 

Schattensucher oder Sonnenanbeter?

Schattensucher.

 

Aktionist oder Faulenzer?

Da kannst du dreimal raten! Natürlich der Aktionist.

Wo geht diesen Sommer deine Reise hin?

André: Ich werde alleine von Zuhause aus einfach loslaufen. Zwei Wochen querfeldein Richtung Osten, nur mit Rucksack und Schlafsack. Vielleicht folge ich einem Flusslauf und schaue dann einfach mal, wo ich landen werde.

 

Wie verbringst du  am liebsten deinen Sommerurlaub?

André: Meine Welt sind die Entdeckungsreisen. Ob mit dem Fahrrad auf den höchsten Berg Afrikas, in die Antarktis oder im Himalaya – wo ich schon 46 mal war. Wie ich am liebsten reise ist schwierig zu beschreiben, doch die Nähe zu den Menschen, zur Kultur und zur Natur ist für mich immer zentral.

Gehst du manchmal auch Campen?

André: Ja klar, ob im Jeep durch Afrika oder bei Kanureisen – bei Expeditionen übernachte ich mehrheitlich im Zelt. Auch mit den Kindern war ich in einem Camper durch Australien, Neuseeland und quer durch die USA unterwegs.

Wie sieht es mit Camping in Europa aus?

André: Früher nutzte ich oft das Interrail Angebot und reiste nach Skandinavien zum Kanufahren oder ich fuhr mit einem Landrover mit Dachzelt durch Schottland und Island. Momentan campe ich eher wenig in Europa.

Was ist die schönste Erinnerung an deine Reisen?

André: Als die Kinder noch klein waren, fuhren wir mit dem Landrover durch Afrika. Wir fuhren durch Flüsse, wir campten in der Wildnis und die Löwen schlichen ums Auto *lacht*. In Kanada befuhr ich über mehrere Wochen lang einen Fluss. Dieses Gefühl, wenn du nicht weisst, was in der nächsten Kurve auf dich zukommt und ob du kentern wirst oder nicht – es ist einzigartig. Bei Schnee und Kälte war ich auch an Achttausendern unterwegs – eine Grenzerfahrung. Diese Erlebnisse werde ich nie mehr vergessen.

Suchst du bewusst nach Grenzerfahrungen?

André: Ich gehe diese Erlebnisse mit sehr hohem Respekt und viel Vorbereitung an. An einem Achttausender mussten wir auf 7500 Meter umkehren, weil ich merkte, dass die Situation lebensgefährlich ist. Durch das Antasten dieser Grenzen spürt man auch den Puls des Lebens.

Wenn das Coronavirus nicht ausgebrochen wäre, würden deine Ferienpläne anders aussehen?

André: Ich wäre mit meinem Freund und Geschäftspartner Dany Gehrig nach Papua Neuguinea und wir hätten den höchsten Vulkan von Ozeanien mit dem Velo bestiegen. Im Dezember haben wir bereits den höchsten Vulkan der Welt in Chile und vor fast zwei Jahren den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo mit dem Bike bestiegen. Man trägt das Fahrrad mehrheitlich rauf, aber das Runterfahren macht grossen Spass!

Wie hat dich die Coronazeit beeinflusst?

André: Uns als Unternehmen hat es extrem hart getroffen, da man seit zwei Monaten nicht mehr reisen darf. 14’000 Leute wollen ihre Reise annullieren. Jedoch hoffe ich, dass diese Zeit trotz wirtschaftlicher Schäden in jedem Menschen etwas bewegt hat und die jeweiligen Erkenntnisse aus dieser Zeit bestehen bleiben.

Andrés Geheimtipp in der Schweiz

„Das südliche Emmental gefällt mir gut. Die Natur, Landschaft und die „Eingeborenen“ sind toll! *lacht*“

Was gibt es dort Leckeres zu essen oder zu trinken?
„Ganz klar, der Emmentaler Käse! Und einen guten sauren Most und ein Holzofenbrot dazu.“

Vielen Dank für das spannende Interview, André!

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Mi Barner

Mi Barner

Content Creator

Mi fotografiert von Herzen gerne. Ob das Eichhörnchen auf dem Nachbarsbaum, auffällige Autos oder politische Statements in Bücher und an Wänden - an Lieblingsmotiven mangelt es der Multimedia Producerin nicht. Ihr Hund Eugen fährt gerne Zug und liebt Hundestrände.

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