Roadtrip durch Frankreich und Spanien – Klettergebiete & Camping Tipps

Roadtrip durch Frankreich und Spanien – Klettergebiete & Camping Tipps

August 2016, Autobahn Richtung Frankreich, wir sind unterwegs nach Ailefroide. Unsere diesjährige monatliche Reise, treibt uns zuerst nach Ailefroide (Frankreich), anschliessend weiter nach Oliana, Rodellar, Barcelona (Spanien) und zum Abrunden nach Cassis neben der Calanque (Frankreich).
Diese Reise ist zielgerichtet auf das Klettern und Bergsteigen. Kulturelle Sehenswürdigkeiten schauen wir während den Ruhetagen an, welche aber nur rar gesät sind.

 

Frankreich

Ailefroide

Ailefroide ist im Parc National des Écrins in den zentralen Dauphiné-Alpen Frankreichs. In der Nähe der Ortschaft Ailefroide fliessen zwei Flüsse zusammen und bilden eine grosse Schwemmfläche, fast gänzlich überwachsen mit Lärchen. Die Infrastruktur begrenzt sich auf den Campingplatz, ein Hotel und drei Einkaufsmöglichkeiten (zwei davon für Klettermaterial…). Die Platzwahl auf dem Camping ist frei, Feuer machen ist erlaubt aber ohne Rauch. 😉
Ailefroide ist ein absolutes Klettereldorado für MSL Touren. Entlang des ganzen Tal hat es Routen in ganz verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Von einfach bis schwierig ist für alle was da.
Zusammen mit Chris und Jasmin verbringen wir in Ailefroide rund 9 Tage mit Klettern und Bergsteigen, wobei sich neben zahlreichen Sportklettereien der Dom de Niege 4015 Metern über Meer als Ziel anbietet.

Dom de Neige

Der Dom de Neige ist der französische Vorgipfel der Barre des Écrins. Oft wird der Dom de Neige als etwas einfacherer Berg bestiegen, da keine Kletterstellen zu bewältigen sind. Die etwas schwerere Barre des Écrins erfordert jedoch noch etwa eine Stunde zusätzliche Gratkletterei.
Beim Aufstieg über den Gletscher beschränken sich die objektiven Gefahren auf Gletscherspalten und den Serac im mittleren Teil der Aufstiegsroute der untendurch gequert werden muss.
Dauer der Tour auf den Dom de Neige, etwa sechs Stunden, für auf den Barre des Écris müssen weitere zwei Stunden eingerechnet werden.

 

Spanien

Spanien ist ein weitgehend offenes Land. Was nicht erwünscht ist, ist wildes Campieren. Abgelegen von Strassen mit dem Bus zu übernachten ist aber in der Regel kein Problem. Im Zweifelsfall kann man einen Parkplatz oder einen Campingplatz aufsuchen. Da es in den meisten Regionen kein Meer hat, es aber heiss ist, lockt die Dusche so oder so auf den Campingplatz.

Oliana

Oliana als Sportklettersektor ist ein absoluter High-End Sektor in Spanien. Die einfachste Route 6a  ist kaum gebraucht. Mit seinen 52 Routen sind rund 49 Routen über 7a und rund 37 Routen über 8a. Darunter eine der Längsten und Schwersten 9b+ (La Dura Dura). Der Fels ist sehr beeindruckend, und absoluter hammer zum Klettern. Da muss man einfach mal reinschnuppern.

Rodellar

Das spanische Klettergebiet Rodellar besteht aus einem kleinen Dorf (Rodellar) und aus einer riesigen Schlucht. Diese Schlucht wird als Canyoning-Gebiet sehr geschätzt und seit einigen Jahren als Klettergebiet überrannt. Die Kletterei ist sehr vielseitig. Der Fels besteht aus Kalkstein mit vielen Überhängen und Löchern. Durch den Kalk sind leider einige Routen stark abgebraucht.
Das Gebiet ist perfekt geeignet um eine sehr abwechslungsreiche und intensive Sportkletterwoche zu gestalten. Als Ruhetag eignet sich eine Canyoningtour oder der nahegelegene und sehenswerte Ort Alquézar.
Achtung: Eine Woche in Rodellar sollte etwas vorbereitet werden. Es gibt zwei Campingplätze, jedoch nur einen winziger Lebensmittelladen, um die Vorräte auffüllen zu können.

 

Endstation in Cassis, Frankreich

Das charmante und hübsche Städtchen Cassis liegt auf der östlichen Seite vom Calanque Nationalpark direkt am Meer Frankreichs. Der hübsche Hafen ist eingebettet in eine kleine Altstadt, welche komplett autofrei ist. Ein Badestrand rundet das Angebot ab.
Zum Klettern hat es in der Calanque etliche Felsen welche sehenswert sind. Leider gab es an unserem Anreisetag einen Waldbrand, worauf die Calanque für fünf Tage gesperrt wurde. Also macht kein Feuer dort!
Im Calanque Gebiet ist der Camping von Vorteil, da es als Klettergebiet gilt, bei dem oft auch einmal ein Auto ausgeräumt wird. Daher sollte man das Auto immer schliessen und das zwingend benötigte Material, Euro und ID / Pass mit sich nehmen.

Tipp:

Zum Klettern definitiv Rodellar, mit dem vielfältigen Angebot an schwieriger Kletterei.

camping-frankreich-klettern-aussicht
MyCamper

MyCamper

Wir 🧡 Camping!

MyCamper ist die grösste Camper Sharing Plattform der Schweiz. Auf dem MyCamper Magazin findest du alles Wissenswerte rund um das Thema Campen. Viel Spass!

Kommentare sind geschlossen.

Neueste Artikel

Drei Wochen mit einem VW T3 durch die Schweiz und Dolomiten

Drei Wochen mit einem VW T3 durch die Schweiz und Dolomiten

Drei Wochen mit einem VW T3 durch die Schweiz und Dolomiten

Sabrina Bohn und Lucien Marti

Sabrina Bohn und Lucien Marti

22 Oktober 2020
Camping Guide Engadin

Camping Guide Engadin

Guarda: Zurück in die Vergangenheit …

Whaleontrail

Whaleontrail

15 Oktober 2020
Camping am Genfersee – Der Guide für Montreux Riviera

Camping am Genfersee – Der Guide für Montreux Riviera

Die Waadtländer Riviera ist vor allem für das Montreux-Jazzfestival, das Schloss Chillon oder die benachbarten Weinbergterrassen Lavaux beka …

Miriam Rudin

Miriam Rudin

8 Oktober 2020